Zu den Fotoarbeiten von João Penalva
Es ist ein kalter Wintertag am Berliner Grunewaldsee, die Kinder und Hunde der besser betuchten Klasse spielen am Ufer, die Erwachsenen flanieren zwischen den Stämmen und Ästen der kahlen Bäume und Büsche. Vertraute Bilder, unspektakulär, doch was das Auge sieht, erfährt durch das Ohr keine Bestätigung. Geräusche und die Stimme eines Erzählers führen uns in andere Regionen, erzählen Geschichten in Mandarinchinesisch, einer Sprache, die zwar zehnmal mehr Menschen sprechen als deutsch, die aber am Grunewaldsee weitgehend auf Unverständnis stoßen dürfte. Um dem Mitteleuropäer nicht nur den exotischen Klang sondern auch die Inhalte zu vermitteln, wird der Sound durch englische Untertitel ergänzt. Film, Sprache und Schrift fließen zusammen und stellen ganz im Sinne des Künstlers die Frage: „Wie viel braucht es, damit all das vertraut und sicher Erscheinende unbekannt und bedrohlich wird?“

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