Die erste der Nachwelt überlieferte Fotografie, ein „Blick aus dem Arbeitszimmer“, entstand 1826 in acht Stunden Belichtungszeit in der französischen Kleinstadt Chalon-sur-Saône. Der Chemie-Tüftler Nicéphore Niépce hatte jahrelang mit Asphaltlack, der durch Lichteinwirkung aushärtet, und mit Lavendelöl experimentiert, ehe er Licht und Schatten auf einer beschichteten Zinnplatte festhalten konnte. 1952 fand der Fotohistoriker Helmut Gernsheim die Fotoplatte auf einem Dachboden in England und erstellte in aufwendiger Prozedur die erste Reproduktion.
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Andreas Müller-Pohle. Digitale Partituren I (nach Nicéphore Niépce), 1995
Acht Iris Prints auf Aquarelle Arches satiné 356 g/qm
