Kill Yr. Idols | Vote Yr. Idols

Der Artificial Image Award 2010. Update vom 26. April 2010

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Zur Abstimmung

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Es war einmal eine Zeit, da gab es Orte, an denen fehlte ein Bild. Man beauftragte einen Rahmenbauer, um den Ort zu begrenzen, und dann einen Maler, um den Rahmen zu füllen. Oft waren diese Orte Altäre, die Rahmen entsprechend prunkvoll und damit nicht selten teurer als das Gemälde. Daran hat sich bis heute nicht viel geändert, auch wenn wir inzwischen geneigt sind, den Rahmen als dienendes Beiwerk zu betrachten. Nicht mehr das Bild fügt sich in den Rahmen, sondern der Rahmen fügt sich dem Bild.

Wird ein Künstler heute zahlungsunfähig, dann sind – meist im Unterschied zu seinen Werken – Rahmen, die er besitzt, eine kalkulierbare Konkursmasse oder können ganz archaisch auch schon mal als Tauschware angeboten werden. Die digitale Fotokünstler-Werkstatt Artificial Image ist auf diese Weise an eine Wand voll leerer Rahmen gekommen.

aia_rahmen-wand_loA wall, full of empty frames…
PDF mit allen Größen (Rahmen)
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Um diese Leerstellen jeweils für zwei Jahre zu füllen, schreiben wir den Artificial Image Award (aia)1 aus. Fotografen sind aufgefordert, mindestens 15 der 25 unterschiedlichen Rahmen zu füllen und zu arrangieren. Die Produktion der Bilder erfolgt in vollendeter digitaler Qualität und in enger Zusammenarbeit mit dem Experten Michael Maria Müller. Ein Satz (Printers Proof) wird – in den Rahmen und im Rahmen des 4. Europäischen Monat der Fotografie Berlin 2010 – ausgestellt und verbleibt im Anschluss in den Räumen von Artificial Image, ein zweiter (Artist‘s Proof) geht an den Fotografen (Über eine Edition der Arbeiten wird gemeinsam entschieden, sie macht – idealerweise – Künstler und Printer zu angesehenen Leuten).

Die Juroren

Boris von Brauchitsch ist Fotograf, Autor von Kunstbüchern (erschienen bei Suhrkamp, Reclam, DuMont) und Kurator.
Daniela Eger ist Fotografin und Repräsentantin internationaler Fotografen wie Julia Fullerton-Batten, Tim Simmons, Claudia Goetzelmann und Jason McGlade.
Andreas Müller-Pohle ist Fotograf, Medienkünstler, Verleger und Herausgeber der Kunstzeitschrift European Photography.
Katerina Valdivia Bruch ist Kuratorin, Choreografin und Tänzerin.
Hannes Wanderer ist Fotograf, Verleger (peperoni-books) und Inhaber des Fotobuch-Ladens 25books.

Die Bedingungen

Zur Vorauswahl durch die Jury können ausschließlich solche Arbeiten eingereicht werden, die im wesentlichen durch fotografische Prozesse entstanden sind. Die Zusendung darf ausschließlich in digitaler Form erfolgen, möglichst als PDF oder JPG, und muss das Ausstellungskonzept, bzw. die Zuordnung und Anordnung der Bilder bezogen auf die vorhandenen Rahmen beinhalten. Einsendungen auf postalischem Weg werden nicht berücksichtigt, eine Rücksendung der so eingereichten Arbeiten kann nur auf Kosten des Einsenders (Portoübernahme) erfolgen.

Mit der Einsendung erklärt der Einsender ausdrücklich, dass er über alle Rechte an den Fotos verfügt, also keine Rechte Dritter verletzt werden. Gleichzeitig überträgt der Einsender dem Veranstalter des Wettbewerbs sein Einverständnis zur honorarfreien Veröffentlichung der von den Juroren für die Abstimmung ausgewählten Werke im Rahmen des Wettbewerbs. Dies beinhaltet insbesondere die Präsentation von (niedrig aufgelösten) Daten der vorausgewählten Arbeiten im Internet zwecks öffentlicher Abstimmung, und, nach Beendigung des Wettbewerbs, zur Dokumentation desselben. Weitergehende Nutzungsrechte, insbesondere eine kommerzielle Verwertung der eingereichten Arbeiten seitens des Veranstalters, werden ausdrücklich ausgeschlossen.

Der Sieger des Wettbewerbs verpflichtet sich, dem Veranstalter unmittelbar nach Benachrichtigung, spätestens jedoch zwei Wochen nach Verkündigung des Awards, hochaufgelöste Daten, Negative und/oder Dias der Siegerarbeiten zur Ausarbeitung der Prints für eine Ausstellung im Rahmen des “4. Europäischen Monats der Fotografie, Berlin, zur Verfügung zu stellen. Die Ausarbeitung der Arbeiten kann entweder in Anwesenheit des Künstlers erfolgen, oder durch Zusendung und Freigabe von Proofs (Probedrucken). Die finalen Proofs zur Produktionsfreigabe verbleiben, wie üblich, im Besitz des Druck-Ateliers und dürfen, zusammen mit den signierten Printer’s Proofs für Ausstellungen und Dokumentationen der Arbeit des Druckateliers verwendet werden. Ein zweiter, identischer Satz der Ausstellungs-Prints (Artist’s Proofs) geht in den Besitz des Künstlers über und bildet das “Preisgeld” des Wettbewerbs.

Mit der Einsendung der Arbeiten an award2010 [at] artificialimage.de erklärt sich der Einsender mit den Bedingungen des Wettbewerbs einverstanden. Einsendschluß ist der 31. Juli 2010.

Wir freuen uns auf Qualität, die aus dem Rahmen fällt.
Respect the frames – find the images – vote your favourites!

Fußnoten
1 Der aia besteht – ebenfalls ganz archaisch – in der Beratung, der Produktion der Bilder und deren Präsentation. Aufgrund der Überzeugung, dass die Aufnahme nicht mit dem Aufnehmen abgeschlossen ist, sondern jedes Bild sein optimales Format finden sollte und nach seinem perfekten Material verlangt, wird ein kompromissloses Ergebnis auf dem höchsten Level technischer Möglichkeiten angestrebt und erzielt.

5 Kommentare zu “Kill Yr. Idols | Vote Yr. Idols”


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